Wenn Astrologie wissenschaftlich wäre - Teil 2
- Nina - Universumspost

- 10. Nov. 2025
- 2 Min. Lesezeit
Warum es bisher kaum gute Studien gibt
Astrologische Forschung scheitert selten an der Idee, sondern an der Umsetzung. Saubere Studien müssten viele Jahre laufen, exakte Geburtszeiten berücksichtigen, psychologische Tests in spezifischen Transitphasen durchführen und zahlreiche Störfaktoren kontrollieren. Das ist teuer, komplex und wenig attraktiv für ein System, das schnelle Resultate bevorzugt.
Hinzu kommt: Astrologische Effekte sind nicht kausal, sondern probabilistisch, ähnlich wie Wetter. Eine Kaltfront bringt tendenziell Kälte, aber nicht in jedem Garten gleich. Genau deshalb sind sie statistisch schwerer zu „beweisen“, obwohl Muster vorhanden sein können.
Ein konkreter Vorschlag für eine Pilotstudie
Ziel:
Untersuchen, ob sich physiologische und psychologische Parameter während starker Uranus-Transite signifikant von denen während starker Saturn-Transite unterscheiden.
Teilnehmende:
200 Personen mit exakten Geburtszeiten
Gruppe A: starker Uranus-Transit (±1° Orb)
Gruppe B: starker Saturn-Transit
Gruppe C: Kontrollgruppe ohne relevante Transite
Messgrößen:
Physiologisch: Herzfrequenzvariabilität, EEG-Muster, Cortisol-TagesprofilPsychologisch: Skalen zu Impulsivität, Schlafqualität, Reizbarkeit, Bedürfnis nach Veränderung Zusätzlich: 30-Tage-Tagebuch
Design:
Doppelblind-Auswertung, Kontrolle von Schlaf, Ernährung, Koffein, Zyklus, Medikamenten
Erwartbare Muster:
Uranus-Transite: höhere Beta-Aktivität, stärkere Herzfrequenz-Schwankungen, fragmentierter Schlaf
Saturn-Transite: erhöhte Cortisol-Basalwerte, geringere Aktivität, stärkeres Rückzugsbedürfnis
Wiederholten sich solche Muster, ließe sich ein empirischer Zusammenhang zwischen kosmischen Zyklen und messbaren Zuständen herstellen, ohne astrologische Deutung vorauszusetzen.
Die eigentliche Schwelle der Wissenschaft
Astrologie fordert keine Esoterik. Sie fordert eine Erweiterung des Blickwinkels. Die moderne Wissenschaft verdankt ihren Erfolg der Kontrolle über das Messbare, doch genau daraus ist auch eine Angst entstanden: die Angst vor dem Verlust von Kontrolle.
Physiker wie Heisenberg, Schrödinger, Bohm oder Penrose haben längst erkannt, dass Bewusstsein nicht außerhalb des Beobachteten steht. Vielleicht liegt die nächste Schwelle der Forschung genau hier: anzuerkennen, dass wir nicht außerhalb der Wirklichkeit forschen, sondern Teil von ihr sind.
Astrologie wäre dann keine Konkurrenz zur Wissenschaft, sondern eine Sprache für Resonanz, für Zusammenhänge, die wir längst spüren, aber noch nicht vollständig beschreiben können.
Ein persönlicher Abschluss
Wenn du bis hier gelesen hast, bist du bereit, Astrologie nicht zu konsumieren, sondern zu verstehen. Diese Gedanken fließen in meine Arbeit, meine Kurse und meine Analysen ein, auch wenn sie in schnellen Formaten oft keinen Platz finden.
Ich glaube nicht an Astrologie, weil sie „recht hat“.
Ich arbeite mit ihr, weil sie erklärt, warum sich etwas stimmig anfühlt.
Nina



